Molekulare Verwandtschaften | Praxis-Depesche 12/2019

Proteine aus Fleisch als Antidiabetika

Die pharmakologische Forschung läuft heute zum großen Teil auf Computern ab („in silico“ sagt man dazu neuerdings). Mit solchen Methoden kann man auch unkonventionelle Quellen von Molekülen aufdecken, die antidiabetisch wirken.
Mit diesem Forschungsgebiet hat man sich in Lublin, Polen, beschäftigt. In einer Publikation gehen die Autoren speziell auf die Wirkung der Inkretine (GLP-1 und GIP) und ihre Manipulation ein.
Den Abbau dieser Peptidhormone bewirkt das Enzym DPP-IV. Wenn man es hemmt, bleiben mehr aktive Inkretine mit ihrer den Blutzucker regulierenden Wirkung übrig. Das geschieht in der Diabetestherapie schon lange mit synthetischen DPP-IV-Inhibitoren.
Ein aktueller Trend in der Forschung geht nun dahin, natürliche Quellen bioaktiver Verbindungen ausfindig zu machen. Für biologische Aktivität und therapeutische Wirkung sind viele Eigenschaften der Moleküle maßgeblich. Man kann solche Moleküle etwa mit dem Genuss von luftgetrocknetem Schinken aufnehmen. WE
Quelle: Keska P et al.: Meat proteins as dipeptidyl peptidase IV inhibitors and glucose uptake stimulating peptides for the management of a type 2 diabetes mellitus in silico study. Nutrients 2019; 11: 2537

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