Praxis-Tipp | Praxis-Depesche 5/2019

Saunieren verbessert arteriellen Gefäßstatus

Wer sich auf die Schwitzbank legt,  profitiert langfristig von einem geminderten Risi ko für kardiovas kuläre Ereignisse. Schon ein  einmaliger Saunagang zeigt positive Effekte auf die arterielle Gefäßsteifigkeit.

102 asymptomatische im Schnitt 51,9 Jahre alte Patienten mit mindestens einem kardiovaskulären Risikofaktor ließ man ein 30-minütiges Bad in einer traditionellen finnischen Sauna (73 ± 2 °C) nehmen, inklusive zweiminütiger Pause nach 15 Minuten. Es folgte eine halbstündige Ruhephase bei Raumtemperatur.
Während die mittlere Pulswellengeschwindigkeit vor dem Saunagang bei 9,8 m/s lag, wurde direkt hinterher eine Abnahme auf 8,6 m/s verzeichnet. Nach der halbstündigen Ruhephase lag der Wert bei 9,0 m/s. Bestätigt wurde die erhöhte Gefäßelastizität außerdem durch die Reduktion des Augmentations- Index (9,8 vor dem Saunieren, 4,1 unmittelbar danach sowie 7,8 nach der Ruhepause).
Ferner wurde nach dem Saunagang eine akute Blutdrucksenkung festgestellt. So fielen systolischer und diastolischer Blutdruck von 137 bzw. 82 mmHg auf 130 bzw. 75 mmHg unmittelbar nach der Wärmebehandlung. Der mittlere Arteriendruck reduzierte sich von 99 mmHg auf 94 mmHg. Während der systolische Wert auch nach der Ruhephase niedrig blieb, kletterten der diastolische Blutdruck und der mittlere Arteriendruck wieder in die Höhe (81 bzw. 96 mmHg). RG
Quelle:

Lee E et al.: Sauna exposure leads to improved arterial ... Eur J Prev Cardiol 2018; 25(2): 130-8

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