Nach Herzinfarkt

Praxis-Depesche 12/2001

Statine noch im Krankenhaus

Es lohnt sich, CSE-Hemmer schon in der Frühphase eines akuten Koronarsyndroms einzusetzen. Zum einen ist das Risiko für weitere Ereignisse in den ersten Wochen und Monaten besonders hoch. Außerdem sichert ein früher Therapiebeginn die spätere Compliance des Patienten. Langzeit-Studien wie PROVE-IT werden den Nutzen der frühen Statin-Gabe noch näher definieren.

Möglicherweise hat man bisher in der Sekundärprävention wertvolle Zeit zur Verbesserung der Prognose der Patienten ungenutzt verstreichen lassen, vermutet Prof. H.-R. Arntz, Berlin. Dies ist sehr wahrscheinlich, wenn mit der Verabreichung von CSE-Hemmern nach dem Muster der CARE- und LIPID-Studie erst drei Monate nach dem akuten Ereignis begonnen wurde. Der erste CSE-Hemmer, mit dem die Frage nach dem Nutzen einer Frühtherapie gezielt untersucht wurde, ist Pravastatin. Es ist bereits klar, dass die Frühtherapie sicher ist, die Endothelfunktion bessert und die Chancen vergrößert, zumindest mittelfristig die Progression der Atherosklerose zu verlangsamen und so kardiovaskulären Ereignissen vorzubeugen. In der PROVE-IT-Studie wird 40 mg/d Pravastatin mit 80 mg/d Atorvastatin bei Patienten mit akuten koronaren Syndromen über 18 Monate verglichen. Diese Studie wird zeigen, was die frühe CSE-Hemmer-Therapie langfristig bringt und welchen Stellenwert die für Pravastatin dokumentierten Zusatzeffekte im Hinblick auf klinische Endpunkte haben. (AB)

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