Herzinsuffizienz plus obstruktive Schlafapnoe

Praxis-Depesche 3/2006

Überdruckbeatmung reduziert nächtliche Arrhythmien

Ein Zusammenhang zwischen obstruktiver Schlafapnoe und ektoper Erregungsbildung ist bekannt. Die nächtlichen Atemstillstände steigern den sympathikotonen Einfluss auf das Herz und können bei Herzinsuffizienz-Patienten zu Arrhythmien führen. In einer Studie wurde der Einfluss einer kontinuierlichen Überdruckbeatmung (CPAP) überprüft.

Nach Optimierung der medizinischen Therapie wurden 18 Patienten mit einer Herzinsuffizienz und einer obstruktiven Schlafapnoe (OSA) und mit mehr als zehn ventrikulären Extrasystolen (VES) pro Schlaf-Stunde randomisiert einer kontinuierlichen Überdruckbeatmung (CPAP) während des Schlafs oder einer Kontrollgruppe ohne diese Zusatzbehandlung zugeteilt.

In der Untersuchung nach einem Monat zeigte sich in der Kontrollgruppe bei keinem Patienten eine Veränderung des Apnoe-Hypopnoe-Indexes (AHI), der durchschnittlichen nächtlichen Sauerstoffsättigung und der Häufigkeit der VES. Unter der einmonatigen CPAP-Behandlung reduzierte sich dagegen der AHI signifikant, die minimale Sauerstoffsättigung stieg an, die Nor adrenalin-Konzentration im Nacht-Sammelurin fiel und die Zahl der VES während des Schlafs ging um 58% zurück (von durchschnittlich 170/h auf 70/h).

Quelle: Ryan, CM: effect of continous positive airway pressure on ventricular ectopy in heart failure patients with obstructive slepp apnoe, Zeitschrift: THORAX, Ausgabe 60 (2005), Seiten: 781-785
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