Praxis-Depesche 22/2005

Wachstumsretardierung durch Hypothyreose

Italienische Pädiater präsentieren einen ungewöhnlichen Fall von Wachstumsretardierung infolge eines Hypsophysenadenoms, das durch ein Hypothyreose induiziert worden war.

Eine seit drei Jahren bestehende Wachstumsverzögerung eines Elfjährigen ließ an GH-Mangel bei Hypophysentumor denken. Im Stimulationstests war die GH-Sekretion reduziert, im MRT fand sich ein Hypophysenadenom. TSH war stark erhöht, fT3 bzw. fT4 stark erniedrigt. Erhöhtes Prolaktin, Schilddrüsen-AK und verringertes Schilddrüsen-Volumen mit leichter Inhomogenität führten zur Diagnose "Hashimoto-Thyreoiditis". Unter Levothyroxin erhöhte sich die Wachstumsgeschwindigkeit bei gleichzeitiger Gewichtsabnahme. Es kam nach sechs Monaten Therapie zur vollständigen Regression des Adenoms und nach sechs Jahren zur Pubertät und zum Erreichen der 55. Wachstumsperzentile.

Quelle: Faleschini, E: An unusual case of growth retardation, Zeitschrift: THE LANCET, Ausgabe 366 (2005), Seiten: 520
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