COPD | Praxis-Depesche 4/2019

Wann ein ICS wirklich hilft

Je mehr Eosinophile ein Patient im Blut hat, desto wirksamer sind inhalative Kortikosteroide (ICS). Nach den GOLD-Kriterien sollten sie ab 300 Eosinophilen/μl eingesetzt werden.

Die Therapie der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) orientiert sich an der Vorbehandlung und daran, wie häufig und wie schwer die Symptome sind, so Experten im Rahmen einer Veranstaltung von Berlin-Chemie. ICS sollten nur dann eingesetzt werden, wenn Exazerbationen auftreten. Das zweite Kriterium für die Gabe von ICS ist eine Eosinophilenzahl im Blut von ≥ 300 Eosinophilen/μl. Bei diesen Patienten senkt ein ICS die Rate der Exazerbationen bedeutend.
Entsprechend sollten Patienten, die mit einem LAMA oder LABA nicht ausreichend kontrolliert sind, die jeweils andere Wirkstoffgruppe zusätzlich erhalten. Bei Patienten, die unter LAMA/LABA eine oder mehrere Exazerbationen pro Jahr erleiden und ≥ 300 Eosinophile/μl Blut aufweisen, kommt eine Dreifachtherapie infrage.
Die Fixkombination Fluticason/Umeclidinium/ Vilanterol ist für Patienten zugelassen, deren Symptome mit LAMA/LABA oder LABA/ICS nicht gut kontrolliert sind. Im Vergleich mit LABA/ICS und LAMA/ LABA reduzierte die Dreifachkombination in Studien die Exazerbationsrate, das Exazerbationsrisiko und verbesserte die Lungenfunktion sowie die Lebensqualität. Weil alle drei Wirkstoffe lang wirksam sind, ist nur eine Inhalation täglich nötig. MR
Quelle:

Symposium: „ICS bei Asthma und COPD – Therapie im Wandel der Zeit“, im Rahmen des DGP-Kongress, München, 15.3.2019,

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