Varizella-Zoster-Impfung | Praxis-Depesche 5/2019

Welche Impfung gegen Gürtelrose bei Älteren?

Zur Prävention von Gürtelrose bei älteren Personen wurde neben dem Lebendimpfstoff ein neuer rekombinanter adjuvantierter Totimpfstoff zugelassen. In einer Studie zeigte er eine hohe Effizienz.

Bei Patienten im Alter von ≥ 50 Jahren ließ sich mit dem Tot- im Vergleich zu dem Lebendimpfstoff die Zahl der mit Gürtelrose diagnostizierten Fälle um 85 %, die Zahl der Verdachtsfälle um 63 % verringern. Die erhöhte Effizienz der neuen Vakzine war jedoch mit stärkeren zwei bis drei Tage andauernden Nebenwirkungen verbunden, z. B. Schmerzen an der Injektionsstelle, Myalgie, Müdigkeit und Kopfschmerzen (relatives Risiko, RR 1,79). Bezüglich schwerwiegender Nebenwirkungen, Sicherheitsprofil oder Todesfällen unterschieden sich die beiden Impfstoffe nicht signifikant.
Es sollte aber darauf hingewiesen werden, dass die neue Vakzine zweimal verabreicht werden muss, was wegen der kurzzeitigen massiven Nebenwirkungen in manchen Fällen zum Abbruch der vollständigen Immunisierung führen könnte. Des Weiteren existieren noch keine Daten über den Langzeitschutz und zur Effizienz der Impfung in Bezug auf Post-Zoster-Neuralgien (PZN). GH
Quelle:

Le P: Which shingles vaccine for older adults? BMJ 2018; 363: k4203

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